Erfahrungsbericht von Frau G. und Ihrem Hunderudel


Aus Tierschutzgründen leben bei mir mehrere Hunde im Rudel und werden fleischlos ernährt. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht und meinen Hunden geht es super, der Kot ist ebenfalls sehr gut und ihr Fell und ihr Erscheinungsbild lassen auch keinerlei Wünsche übrig. Ich kann eine fleischlose Ernährung sehr empfehlen und bin von ganzem Herzen überzeugt davon. Und wer nun meint, Vorwürfe verlauten lassen zu müssen von wegen "das ist aber nicht artgerecht", dem möchte ich sagen "Entschuldigung, aber Schlachthofabfälle von mit Hormonen und Antibiotika vollgestopften Tieren sind artgerecht, ja?" Ich persönlich bin der Meinung, dass dieses ganze Gerede um Evolution und artgerechte Fütterung eine Farce ist, denn artgerecht leben nur noch freilebende Wölfe...unsere Hunde sind nun mal domestiziert und deren Ernährung ist so wenig artgerecht wie vieles andere auch und ich halte absolut nichts davon, meine Hunde, deren Ernährung und vor allem Gesundheit mir zutiefst am Herzen liegt, mit Schlachthofabfällen zu ernähren (denn etwas anderes ist herkömmliches Hundefutter der meisten Marken nicht), garniert mit irgendwelchen künstlichen Stoffen, Aromen etc., auch wenn die Verpackung von Futter mit Fleisch oft das Gegenteil verspricht...kurz: ich möchte meinen Tieren diesen Abfall nicht geben, denn das wäre in meinen Augen auch nicht artgerecht.

Ich verfüttere alle auf dem Markt erhältichen Produkte, vorwiegend Trockenfutter (aus Kostengründen, bei so vielen Hunden ist jeden Tag Nassfutter für alle schier unmöglich), hier die Marken Yarrah, Amidog, die zwei Sorten von Benevo und noch Trockenfutter, welches ich bei mir vor Ort in der Zoohandlung kaufe, da man es nirgends sonst in Deutschland erhält (Vega Croq). Pitti Boris füttere ich ebenfalls. Ich wechsle zwischen all diesen Sorten Trockenfutter, um meinen Hunden nicht ständig nur ein und dieselbe Sorte zu geben...Abwechslung kann schließlich auch beim Tier nicht schaden und meine vertragen diesen Wechsel spielend, man merkt gar nicht, dass ich einen anderen Sack füttere, wenn der letzte leer ist. Zu der Umstellung kann ich keine großen Tipps geben, denn was es hier an Wissenswertem gibt, wurde sicherlich schon an anderer Stelle gesagt und ich hab auch nicht den Supertrick schlechthin. Anmerken kann ich nur, dass zwar in sämtlichen Bücher und Ratgebern steht, man so ll die Umstellung langsam vornehmen und das vegetarische Futter und das bekannte mischen, aber dies ist etwas, das ich nicht mache, zum einen, weil ich kein Fleischfutter im Haus habe, zum anderen, weil fast alle meine Tiere aus dem Ausland kommen und hier in keinster Weise zu erfahren ist, welches Futter sie bekommen haben und selbst wenn man mir eine Marke nennen könnte, würde es diese in Deutschland vermutlich nicht geben. Sprich: jeder Hund, der neu zu mir kommt, hat das Hardcore Programm und bekommt vom ersten Tag an das vegetarische Futter vorgesetzt. Das finde ich auch nicht so schön, aber anders wäre es gar nicht realisierbar, da ein Neueinzug bei mir so oder anders eine Futterumstellung für den Hund bedeutet. Dass das klappt, ist pures Glück und ich bin sehr, sehr froh, dass es bei fast allen Hunden so problemos klappt. Wobei ich sagen muss, dass ich mehrere Hunde habe, die sowieso kein bisschen wählerisch sind und alles, was man ihnen hinstellt, sofort ohne zu murren fressen. Das macht mir die Sache extrem leicht...ein Großteil meiner Hunde hat das vegetarische Futter vom ersten Tag an super gefressen, super vertragen und es ist bis heute so...natürlich gibt es Vorlieben, Amidog scheint gut zu schmecken und auch das allergen Futter von Benevo ohne Gluten...das haben selbst die super gefressen, die sonst etwas mäkelig sind. Was auch der letzte Hund gut frisst ist das Nassfutter von Yarrah und das von Benevo...allgemein ist meine Erfahung, dass Nassfutter von allen viel, viel lieber gefressen wird...allen voran Yarrah.

Was ich meinen Hunden gerne zwischendurch gebe, auch an Stelle eines Leckerchens, ist Knäckebrot, Zwieback (meine stehen total auf Zwieback!), ein Stück Apfel, wer mag Karotte (mag fast keiner...), manche essen auch mal ein Stück Gurke, Erdbeeren, Weintrauben und vor allem Wassermelone (schmatz)! Das kriegen sie alles hin und wieder mal, in geringen Mengen. Ansonsten gibt es Leckerchen von Yarrah und was man in der Zoohandlung noch so bekommt. Auch Kaustangen werden gerne genommen und die vegetarischen Schweineohren, die ich bei Frau Becker zum ersten Mal entdeckt habe, sind einfach der Hammer...das ist wirklich jeder und vor allem sind sie eine Weile beschäftigt! Die Dinger sind ihr Geld wert! Was meine Hunde auch gern essen und was sich zur Verabreichung von Tabletten eignet, ist Margarine oder Erdnusscreme, z. B. eine dünne Schicht auf etwas Brot. Auch selbstgebackene Hundemuffins mit Erdnusscreme mögen sie gerne.

Da ich natürlich auch nicht nur mit Hunden gesegnet bin, die eine Umstellung auf vegetarisches Futter sofort mitmachen, kann ich allen, die ebenfalls Probleme haben nur raten: hartnäckig bleiben...Nudeln oder Reis kochen und drunter mischen, meine lieben auch Kartoffelbrei (das Pulver zum Anrühren)...eigentlich werden alle Beilagen gern gegessen...hier geht es oft echt darum, wer den längeren Atem hat...wenn ein Hund eine Sorte partout nicht mag, dann eben andere Sorten ausprobieren...das teuerste Futter muss nicht unbedingt das Beste sein, aber ich habe mit dem glutenfreien Benevo die besten Erfahrungen gemacht. Ansonsten mal einen Löffel Pflanzenöl (Maiskeimöl, Sonnenblumenöl, Distelöl, etc.) über das Futter geben...das kann hilfreich sein und ist gesund. Was auch hilft, ist Sojasoße (ein paar Spritzer) oder Nährhefe (gibt es im Glas zu kaufen, ist so eine braune Masse)...Nährhefe oder Hefeflocken, damit hab ich gute Erfahrungen gemacht. Was bei mir auch gut klappt: Haferflocken mit kochendem Wasser übergießen, kurz stehen lassen, Naturjoghurt dazu geben, etwas Öl, schön mischen - da stürzen sich meine drauf, selbst die schlechten Esser! Wer Äpfel mag, kann noch kleine Apfelstückchen dazu geben... Oder man mischt eine Beilage mit Tomatensoße bzw. Püree, also ungewürzt, und etwas Trockenfutter oder Dosenfutter.


Meine Hunde sind, von Alterswehwechen abgesehen, gesund, vital und fit, sie sehen blendend aus und haben keinen Durchfall. Und sie fressen ihr Futter gern...nicht aus Not. Ich bemühe mich sehr, ihnen die vegetarische Ernährung so schmackhaft und verführerisch wie möglich zu machen...das ist nicht billig und wenn man selbst kocht (Beilagen wie Reis etc.) auch mit etwas mehr Zeitaufwand verbunden, aber meine Hunde sind mir das alles wert und ich habe noch keine schlechte Erfahrung mit dieser Art der Fütterung gemacht. Und falls jemand darauf Wert legt: ich finde, meine Hunde haben keinen Mundgeruch...sie riechen im schlimmsten Fall nach Hund, aber nicht unangenehm.


Seien Sie ideenreich, probieren Sie vieles aus, oft gibt man zu schnell auf...viel Erfolg!